Tourenverhältnisse Neue Pforzheimer Hütte - Sellrain

  • Gipfel
    Gleirscher Fernerkogel, Innere Sommerwand, Samerschlag
    Höhe
    3194, 3112, 2857m
    Gebirge
    Stubaier Alpen - Sellrain
    Art der Tour
    Skitour
    Datum der Tour
    5. Mai 2024
    Ausgangspunkt
    St. Sigmund im Sellrain, 5 Euro
    Gefahreneinschätzung
    gering
    Exposition der Route
    Überwiegend Ost

    Firn und Schafkopfen.


    Samstag früh hab ich mich spontan entschieden, wieder eine zweitägige Tour mit Übernachtung im Winterraum zu machen. Ich dachte mir, dann muss ich nur einmal Skitragen und kann am Sonntag gleich in die Ski.

    Los bin ich reichlich spät um kurz nach 9. Die Tragezeit beträgt momentan etwa 45 Minuten. Sobald der Schnee beginnt, ist dieser aber auch durchgehend vorhanden, sodass nicht mehr abgeschnallt werden muss. Allerdings ist die Schneedecke bis zur Materialseilbahn der Pforzheimer im Mittel nur noch so 20 cm "mächtig" - könnte also auch bald ausapern. Ab der Hütte sehr gute Schneelage.

    Nachdem ich mein Zeugs im Winterraum deponiert hatte, bin ich zum Gleirscher Fernerkogel aufgebrochen. Das zieht sich! Von der Hütte geht es mit wenig Höhengewinn mindestens 90 Minuten dahin, bis man an geeigneter Stelle (d.h ohne Höhenverlust) zum Vorfeld des (harmlosen) Gletschers kommt. Der Gipfel selbst kommt erst sehr spät ins Blickfeld. Als ich den Steilaufschwung zum Gipfel am Ende des Gletschers erreichte, war es bereits 14.15 Uhr und der Schnee hier (ostexponiert) so weich, dass ich ihm nicht mehr vertraute. Stattdessen bin ich zur Rosskarscharte hoch. "Die fehlte mir nämlich noch", würde Jonas wohl an dieser Stelle schreiben 😉. Die Abfahrt war oben gut, aber der lange, sehr flache untere Teil war schon zäh. Unterhalb der Hütte (Abfahrt am Anstiegsweg unsinnig) wieder auffellen und hoch.

    Nun war es erst 16.30 Uhr und so beschloss ich, noch auf den Samerschlag zu steigen. Eine super Entscheidung! Während es den ganzen Nachmittag stark bewölkt war, riss es um 18 Uhr, als ich oben war, auf. Die Abfahrt im bereits wieder anfrierenden Sulz war fein. Seifiger, sehr schneller Schnee.

    Im Winterraum waren außer mir drei Burschen und denen kam ich gerade recht - als 4. Mann zum Schafkopfen! Ein sehr vergnüglicher Abend mit dem persönlichen Highlight eines "Schneider schwarz" gewonnenen Herz-Solos. 😃

    Gestern früh bin ich zunächst nochmal zum Samerschlag und dieses Mal über eine steile Variante (Ost) abgefahren. Trotz starker Bewölkung um 9 Uhr Idealfirn.

    Anschließend bin ich meiner Spur vom Samstag ein Stück gefolgt, dieses Mal aber zur Hinteren Sonnenwand aufgestiegen, die ich noch nicht kannte. Eine wunderbare Tour, die über 800 Hm perfektes Skigelände bietet. Die oberen 300Hm nasser Pulver, darunter Firn.

    Lawinengefahr: Gering; nur kleine harmlose Nassschnee-Geschichten in sehr steilen Hängen (siehe Bilder).


    Bilder:


    1: Die Pforzheimer kommt in Sicht.

    2: Auf dem Weg zum Fernerkogel.

    3: Abfahrt Rosskarscharte

    4-7: Abendstimmung am Samerschlag

    8: Viele Bäche sind schon offen.

    9/10: Der Traumhang an der Hinteren Sonnenwand.




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